Hertha BSC – Borussia Dortmund vom 04. März 2009
Nach einer erholsamen Urlaubswoche an der Ostsee hatte das Wurstscoutpärchen M. & J dass Glück, von der Verwandtschaft für 2 bis 3 Tage nach Berlin eingeladen zu werden. Gelockt haben zwei erstklassige Plätze zum Spiel des damaligen Spitzenreiters, Hertha BSC gegen die Borussen aus Dortmund, die sich als „Preußen“ in der Kante ja auskennen müssten.
Bei bestem Fußballwetter mit der entsprechenden Laune haben wir uns nach kurzer Autofahrt an der West-Ost-Achse auf Höhe der Tiroler Stuben getroffen, um die restlichen Meter mit dem Buß zurück zu legen. Beim Aussteigen die erste Überraschung:
Gefühlt relativ viel Gelb und wenig Buletten zu sehen.
Nach kurzem Petting mit einem Stadionmitarbeiter der seine Arbeit ziemlich genau nimmt, geht’s auch schon in die Schüssel. Erster Eindruck: Schönes Ding, dass Olympiastadion. Gute Plätze hatten wir auch, direkt seitlich am Aufgang der Spieler und neben den Vip´s. Ein Blick rüber, und schon haben wir den ersten Promi erblickt: Peter Zwegat, der Schuldenberater von RTL. Aber was macht der in Berlin? Erste Vermutung … nirgendwo gibt´s mehr Kunden/Opfer als in der Hauptstadt. Arm aber sexy…!
Nachdem es die Karten für lau gegeben hat, dachte ich, schmeißt mal die erste Runde Getränke. Also wieder rauf, raus und den nächsten Stand gesucht. Zwei halbe Liter Bier (wenn man Carlsberger so nennen kann), Cola für Freundin und Cousin und wieder runter. Ich verteil die Getränke, unter anderem das Bier an den Gastgeber und schon der nächste Schock:
„Was machst du denn? Weiß schon, dass es hier nur alkoholfreies Bier gibt?“
Äh, ne, eben nicht. Egal, ausgetrunken wird trotzdem. Der Anpfiff nähert sich, also geht’s noch einmal kurz raus, Wasser lassen. Denn wieder Irritationen: Irgendwie haben die vergessen, Toiletten einzubauen!? Mussten die im 3. Reich nicht mal pinkeln? Draußen nur alle paar 100 Meter Container auf der Wiese. Hmm…. Arm aber sexy? Egal …
Auf dem Rückweg wurde Ausschau gehalten nach einer schönen Stadionwurst. Aber was ist das? Im Land der Currywurst gibt’s nur Catering-Fettpeitschen von Aramark? Was denn hier los? Die Hoffnung auf eine echte Berlinerwurst lassen mich an den Ständen vorbei ziehen.
Von drinnen hört man schon die Berliner. Die neue Hymne von der Band „Atzen-Djs“ macht richtig Stimmung. Der Songtext in seiner ursprünglichen Form (Hey was geht ab, wir feiern die ganze Nacht) wurde von den Fans umgedichtet in –Hey was geht ab, wir holen die Meisterschaft-.
Die Stimmung hielt an, bis Alexander Frei in der 25. Minute das erste Tor für Gelb erzielte. Ausnahmezustand im Gästeblock. Nach der Halbzeit keimte noch kurz Hoffnung auf, nachdem Raffael in der 54. den Anschlusstreffer erzielte. Kehl
und Valdez (ja genau, Nelson VALDEZ!) machten denn aber alles klar.
Ab der 65. Minute hörte man denn nur noch die Borussen singen. Und siehe da, sie sind lernfähig:
Hey was geht ab, wir versauen euch die Meisterschaft….
Nach Abpfiff erfolgte den endlich die Suche nach einer originalen Wurstbude. Auf dem Weg zu Buß wurden wir denn fündig. Aber beim näher kommen der Skandal:
Thüringer? Neee… denn schnell zur Verwandt-schaft und beim Grillen im Garten den Abend ausklingeln lassen. Dazu ein schönes Berliner Kindl…. Und alles ist gut.
Beim nächsten Besuch im Olympiastadion nehme ich mein Lunchpaket mit…..
Vielen Dank an unser Wurstscoutpärchen M. & J
