Montag, 27. Dezember 2010

BOXING DAY

West Ham United – FC Reading

Ich habe 2007 den zweiten Weihnachtsfeiertag in England verbracht. In London, genauer gesagt. Bei meinem Kumpel Neill, der anlässlich des Boxing Day Tickets für das Spiel West Ham United gegen FC Reading besorgt hatte. Woher der Begriff Boxing Day tatsächlich stammt, ist nicht mehr eindeutig zu rekonstruieren, jedoch gibt es dennoch einige Erläuterungsversuche (und die sind allesamt einigermaßen plausibel). Beginnen wir damit: den Hausangestellten wurde am Boxing Day von ihren adeligen Arbeitgebern eine Schachtel mit Geschenken übereicht und bekannter weise sind verpackungstechnisch gesehen Schachteln = Boxes.
Eine weitere Erklärung ist, dass an Weihnachten in den Kirchen Geld in einer Box gesammelt wurde, das dann später an Arme und Bedürftige verteilt wurde. Bei uns heißt das Kollekte und findet all sonntäglich statt.
Ein verhältnismäßig einfacher Versuch einer Erklärung ist, dass die meiste Bediensteten an Weihnachten arbeiten mussten und ihre Geschenke erst am zweiten Weihnachtsfeiertag öffnen konnten. Kann ich mir persönlich nicht vorstellen, britische Angestellte sind sicherlich nicht weniger neugierig, als ihre deutschen Pendants. Ich verweise hier auf die Miss Marple Filme.
Am besten gefällt mir noch die Erklärung, dass am Tag nach Weihnachten die Angestellten mit ihren Schachteln (also den Boxes) zu ihren Arbeitgebern gingen, um sich darin ihre Jahresprämie abzuholen. Das wäre doch einmal ein netter Brauch, den es auch bei uns geben sollte. Vielleicht könnte die Gewerkschaft deutscher Lokomotivführer den Boxing Day noch schnell in ihren Forderungskatalog für die laufenden Tarifverhandlungen aufnehmen. Stellen Sie sich vor: am zweiten Weihnachtsfeiertag zieht eine Karawane von Eisenbahnern an ihrem großen Vorsitzenden vorbei und lässt sich eine Prämie zustecken. In eine Schachtel (= Box).
Wie auch immer (However, wie der Brite gemeinhin sagt, wenn ihm die Erklärung eines feststehenden Eregnisses völlig Schnurz ist, denn wenn es stattfinden wird, ist es ohnehin nicht mehr von Bedeutung, ob es nun erklärbar ist oder auch nicht und immerhin gibt es in Britannien eine Menge nicht erklärbarer Phänomene, denken wir nur an den Linksverkehr, Spukschlösser, die englische Küche im allgemeinen und Fish and Chips im speziellen sowie die Lebensgefährtin des britischen Thronfolgers), am Boxing Day finden im gesamten Commonwealth Sportveranstaltungen statt und so spielt eben auch die Premier Legaue am zweiten Weihnachtsfeiertag einen stinknormalen Spieltag. Stellen Sie einmal vor, wir in unserem beschaulichen Deutschland würden beispielsweise die Herren Wiese, Kahn und Weidenfeller bitten, sich vom Weihnachtsbaum (der wahrscheinlich in Kitzbühl, der Karibik oder sonst wo steht) zu entfernen und arbeiten zu gehen. Um Gottes willen, was dann wohl in der Liga los wäre. Ziemlich viel los war dann in London. Schon vor dem Spiel, in den Pubs. Ich behaupte hier an dieser Stelle ganz kühn, dass es nur wenige Menschen im Stadion gab, die nicht volltrunken waren. Es könnten sogar Spieler darunter gewesen sein. Im übrigen endete das Spiel unentschieden. Eins eins.

Montag, 20. Dezember 2010

Die Labbadia löst Neid ab



Nach der WM 2011 im eigenen Land ist Schluß für Silvia Neid. Wie aus gesicherten Kreisen des DFB durchsickerte wird nach der WM im eigenen Land Frau Labbadia die Fußballdamen übernehmen. Frau Labbadia freut sich auf Ihre neue Aufgabe. Es wird auch neue Gesichter in der Nationalelf geben, wir rechnen mit einem Debüt von Frau Frinks und Frau Wiese.

Donnerstag, 16. Dezember 2010

BVB v. FC Sevilla

DER PLATZ WAR SCHULD!

Genau von der Stelle, an der Toni Schumacher 1982 den Französischen Nationalspieler Battiston sehr unsanft stoppte, machte gestern im Euroliga Spiel der FC Sevilla seinen zweiten Treffer.
Das Aus für den BVB.
Schumacher ehemaliger Torwarttrainer des BVB wusste schon vor dem Spiel:"Da ist eine schlechte Aura im Strafraum!"
Auch der Platzwart des FC Sevilla bestätigte gestern:"Da wo jetzt das Stadion steht war früher mal ne´n Friedhof!"
Und selbst der Russische Schiedsrichter stellte fest:" ... meine Uhr funktionierte nicht mehr, da habe ich einfach abgepfiffen."